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Käpitän haddock

Kapitän Archibald Haddock (frz.: ‚Capitaine Haddock‘; haddock ist die englische Bezeichnung für Schellfisch) ist Seefahrer, häufig schlecht gelaunt, cholerisch und dabei tollpatschig. Er raucht Pfeife und liebt Whisky (Lieblingsmarke Loch Lomond). Seine Alkoholkrankheit wird u. a. in Die Krabbe mit den goldenen Scheren und Der Schatz Rackhams des Rotendeutlich herausgearbeitet; sie dient auch sonst allenthalben als humoristische Triebfeder. Haddock taucht erstmals im Band Die Krabbe mit den goldenen Scheren auf und entwickelt sich in den weiteren Bänden zum treuen Gefährten Tims. Am bekanntesten ist Haddock für seine Flüche, sowohl für seine markantesten Beschimpfungen – „Hunderttausend heulende und jaulende Höllenhunde!“ (frz.: ‚Mille millions de mille sabords‘) sowie „Hagel und Granaten!“ (frz.: ‚Tonnerre de Brest!‘) – als auch für die farbenfrohen Termini, die er anstelle von direkt anstößigen Worten verwendet. Die Inspiration für diese Eigenart kam durch einen Protest eines Händlers in Zusammenhang mit dem Viermächtepakt von 1933 zustande, den Hergé einmal gehört hatte und der trotz seiner an sich harmlosen Bedeutung einen sehr offensiven Klang hatte.

Anders als Tim sieht man den Kapitän öfters bei der Ausübung seines Berufes. Als Tim ihn in Die Krabbe mit den goldenen Scheren kennenlernt, ist er offiziell Kapitän der Karaboudjan, jedoch hat sein erster Offizier Allan das Kommando an sich gerissen, da Haddock permanent betrunken ist. In Der geheimnisvolle Stern führt er dann aber das Expeditionsschiff zum Meteoriten ins Nordpolarmeer und in Der Schatz Rackhams des Roten die Sirius in die Karibik. Danach lebt er finanziell unabhängig auf seinem Schloss Mühlenhof (franz.: ‚Moulinsart‘). In Im Reiche des Schwarzen Goldes wird er in einer Krisenlage zur Marine einberufen, um schließlich in Kohle an Bord für den entscheidenden Teil der Geschichte ein letztes Mal das Kommando eines Schiffes zu übernehmen.

Der Vorname Kapitän Haddocks (Archibald) wird erst im letzten Band von Tim und Struppi (Tim und die Picaros, S. 33) genannt – und das auch nur nebenbei. Zuvor wurde er von allen Figuren meist nur mit „Kapitän“ angesprochen. Im unvollendeten Band Tim und die Alpha-Kunst wird der Vorname erneut erwähnt. Vermutet wird, dass der Name aus einem Abendessen Hergés mit seiner Frau Germaine entstand. Germaine beschrieb einen geräucherten Schellfisch mit den Worten: „trauriger englischer Fisch“, in Die Krabbe mit den goldenen Scheren wird Haddock als bemitleidenswerter Alkoholiker dargestellt.[17]

Ein eifriger Leser fand 1979 ein Dokument (aus dem Jahre 1913), das Kommandant Herbert J. Haddock als Kapitän der RMS Olympic, des Schwesterschiffs der RMS Titanic auswies. Somit war dieser Name passend für einen Seemann.

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